Neuseelands Nordinsel Teil I

Nachdem ich in Auckland ein paar Tage geblieben bin und mich ein wenig ausgeruht habe, ging es dann auch schon wieder weiter mit meiner Reise. Da ich auf der Südinsel schon mit dem Busunternehmen “Stray” gefahren bin, habe ich diesen einfachen Transportweg auch für die Nordinsel gewählt. Mit Stray hat man von vornherein eine ausgewählte Route, die man in einer bestimmten Zeit abfährt. Der Vorteil von Stray ist, dass man sich nicht um seine Unterkunft kümmern muss und man getreu dem Motto “off the beaten track” Orte anfährt, die man normalerweise nicht auf dem Radarschirm gehabt hätte. Zudem bietet Stray vergünstigte Aktivitäten an und man ist während der gesamten Reise in einer Gruppe unterwegs, woraus auch einige Freundschaften entstanden sind.

Der erste Ort auf unserer Route war Hahei. Hahei ist für seine Hot Water Beaches bekannt. Hier liegt heißes Magma unterhalb des Erdbodens, das die darüberliegenden Wasserreserven anheizt. Schaufelt man tief genug, strömt heißes Wasser in die Grube. Das Wasser ist so heiß, dass man sich daran auch verbrennen kann.

Raglan zählt zu Neuseelands besten Surfstädten, weswegen ich mich hier wieder aufs Surfboard gestellt habe, um an meinen Surfskills zu feilen. Unsere Unterkunft war eine der besten, die wir in ganz Neuseeland hatten. Hier habe ich mit 5 anderen Reisenden ein Haus geteilt, an dem Efeu emporwuchs und in dem mein Schlafzimmer einen wunschenschönen Meerblick hatte.

Eine der besten Aktivitäten, die ich in Neuseeland unternommen habe, war das Abseiling / Caving in den Waitomo Glowworm Caves. Hier hat man sich in den dunklen und engen Wasserhöhlen abgeseilt und hat sich teilweise auf allen Vieren durch die Schächte bewegt. Besonders beeindruckend waren die unzähligen Glühwürmchen, die man an der Decke beobachten konnte.

In Mourea blieben wir bei einer Maori-Familie über Nacht, die uns die Kultur der polynesischen Ureinwohner Neuseelands näher brachten. Hier wurden wir in typische Maori-Tänze eingeweiht wie in den Ritualtanz der neuseeländischen Rugby-Nationalmannschaft All Blacks.

Der nächste Ort unserer Reise war Rotorua, der wahrscheinlich am meisten nach Schwefel stinkendste Ort Neuseelands. Er ist für seine geothermale Aktivität bekannt und zeichnet sich durch Geysire und heiße Schlammbäder aus. Ich habe mich auch in einen Schlammpool geworfen und konnte den Geruch mehrere Tage nicht von meinem Körper losbekommen.

Lake Aniwhenua war für mich einer der schönsten Orte, an denen wir über Nacht blieben. Die am See liegende Unterkunft wurde ebenfalls von Maori geführt, die uns ein typisches Maori-Mahl, das Hangi, zubereiteten. Dieses wird in Blätter eingewickelt, auf heiße Steine gelegt und anschließend mit Erde zugeschüttet. Am Abend wurde uns von den spannenden Legenden und Mythen der Ureinwohner berichtet, während wir zuschauten wie die Sonne langsam unterging.

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