Fidschi

Meine Reise ist seit über drei Wochen beendet. Wieder in Sydney angekommen, gilt es für mich nun einen Job zu finden, neue Leute kennenzulernen und endlich wieder Sport zu treiben.

Die letzten zwei Wochen meiner Reise war ich auf Fidschi. Völlig erschöpft und ein wenig kränkelnd noch von meiner Neuseelandreise, habe ich die Zeit endlich dafür genutzt, unter anderem meine Beine hochzulegen, Bücher zu lesen, im warmen Wasser zu plantschen und über First World Problems zu philosophieren. Wie “das Wasser ist ein klein wenig zu warm”, “meine Füße sind voller Sand”, “da ist ein wenig Schweiß auf meinem Körper”, “es ist so anstrengend sich auf den Bauch zu drehen”, “wieso lächeln mich die Leute hier eigentlich so an?” usw.

Ich bin abends am Internationalen Flughafen in Nadi angekommen und am nächsten Morgen mit der Fähre zum 4 Stunden entfernten Blue Lagoon Beach Resort auf Nacula Island, Yasawa Islands gefahren. Auf der kleinen traumhaften Insel  wurde ich erst einmal völlig von der entspannten und superfreundlichen Atmosphäre der Mitarbeiter überrascht. Es scheint als ob jeder Fidschianer Rhythmus im Blut hat. So findet man kaum einen, der nicht Gitarre spielen und nicht singen kann.

Abends wird man von den Einheimischen zur Kava-Zeremonie eingeladen. Kava ist ein bräunliches Getränk, das aus der Wurzel der Pfefferpflanze gewonnen wird. Das Getränk hat eine enspannende und betäubende Wirkung und wird von den meisten Fidschianer jeden Abend in großen Mengen konsumiert.

Nach 4 Tagen im Blue Lagoon Beach Resort, wo ich geschnorchelt und Kayak gefahren bin, ging es für zwei Tage zur Barefoot Island Lodge auf Drawaqa Island, Yasawas. Hier bin ich beim Tauchen Weißspitzen- und Grauen Riffhaien begegnet, die außerordentlich nah an uns herangekommen sind.

Meine letzten zwei Tage auf der Inselgruppe Yasawas habe ich im Octopus Resort auf Waya Island verbracht. Mein Highlight hier waren die frischen Kokosnüsse, die direkt nach der Bestellung von der Palme gepflückt, aufgeschnitten und serviert wurden. Zudem bin ich endlich wieder dazu gekommen, Yoga zu machen. Und zwar direkt am Strand zum Sonnenauf- und -untergang inkl. Meeresrauschen.

Mein Fazit: Die Yasawas sind ein Traum!

Die zweite Hälfte meiner Fidschi-Reise verbrachte ich auf Taveuni, der drittgrößten Insel Fidschis. Um erst einmal dorthin zu gelangen, musste ich einige Strapazen auf mich nehmen. So bin ich von Nadi drei Stunden lang in einem engen unklimatisierten Bus bei gefühlten 40°C nach Suva, der Hauptstadt Fidschis gefahren. Von dort aus sollte die Fähre nach Taveuni um 18 Uhr abfahren. Da es die Fidschianer mit der Zeit nicht so genau nehmen, man nennt es auch “Fiji time”, wurde die Abfahrtszeit wegen Verspätung auf 23 Uhr gesetzt. Wir haben die Zeit dafür genutzt essen zu gehen, kleine Einkäufe zu tätigen und in einem uns zur Verfügung gestellten Hotelzimmer Karten zu spielen und ein kleines Nickerchen einzulegen. Um 22 Uhr wurde uns mitgeteilt, dass die Fähre immer noch nicht da sei und man damit rechnet, dass sie erst gegen 2 Uhr morgens ankommen wird. Als wir dann endlich vor der Fähre standen, ging es sehr chaotisch zu. Unglaublich viele Menschen, keine Anweisungen und viele Fragezeichen in den Gesichtern. Die Fähre ist gegen 5 Uhr morgens endlich abgefahren. Da ich die 15 Stunden Fahrt auf der Fähre nicht mit 300 anderen Menschen auf engstem Raum und auf dem Boden liegend verbringen wollte, habe ich mir für einen kleinen Aufpreis ein First-Class-Ticket gegönnt, wo ich auf einer Matraze schlafen konnte. Beste Investition ever!

Taveuni Island hat all die Strapazen wieder wett gemacht. Die Insel ist traumhaft schön und hat einiges zu bieten wie einen riesigen Nationalpark, Wasserfälle und eine natürliche 50m Wasserrutsche. Zudem ist die Insel vom Rainbow Reef umgeben, der aufgrund der gesunden und farbenträchtigen Weichkorallen, zu den weltweit schönsten Tauchplätzen zählt. Qamea Island liegt ca. 20 Minuten per Boot von Taveuni entfernt. Hier habe ich zwei Tage im freundlichen Maqai Beach Eco Resort verbracht, das ich lediglich mit 5 weiteren Gästen geteit habe. Meinen letzten Abend in Fiji habe ich dort mit dem entspannenden Wundertrank Kava zelebriert, bevor es am nächsten Morgen mit einem kleinen Flieger zurück nach Nadi ging.

In Nadi habe ich die verbliebene Zeit, bis zu meinem Flug nach Sydney, damit verbracht auf dem Markt zu flanieren, wo unter anderem die Kava-Wurzel verkauft wird und einen indischen Tempel zu besichtigen.

Ich kann jedem nur empfehlen, mindestens einmal in seinem Leben nach Fidschi zu fahren. Fidschi hat mich in seinen Bann gezogen. Die Fidschianer haben von Natur aus eine freundliche und entspannte Art und sind unglaublich hilfsbereit. Und wo sonst sieht man Röcke tragende Männer, die Blumen hinter ihren Ohren stecken haben?

Ich komme auf jeden Fall wieder!

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s