Reisen macht fett!

Man will es kaum glauben, aber eine Sache, die ich wahrscheinlich von den meisten Backpackern bestätigt bekomme, ist, dass man beim Reisen an Körpergewicht zulegt.

In deReisen macht fettn dreieinhalb Monaten, in denen ich gereist bin, habe ich ca. 7 kg zugenommen und habe es noch nicht einmal mitbekommen (oder wollte es einfach nicht wahrhaben). Denn die Klamotten, die ich auf Reisen dabei hatte, saßen von Anfang an schon etwas lockerer oder waren aus Stretch. Ich denke, ich habe es erst dann richtig begriffen, als ich ein Paket aus Deutschland mit meinen alten Sachen bekam und ich nicht mehr in die eigenen Klamotten, die vor der Reise perfekt saßen, reingekommen bin.

Die meisten Backpacker kennen dieses Problem. So schiebt jeder Backpacker nach einer gewissen Zeit eine kleine Plautze vor sich her. Und man stellt sich ganz scheinheilig die Frage: “Huch…wie konnte mir das nur passieren?”

Ja, wie eigentlich? Man ist doch ein Backpacker. Ständig unterwegs. Auf Erkundungstour. Voller Tatendrang. Schon allein das Schleppen des schweren Rucksacks muss doch Hunderte an Kalorien verbrennen.

Ich denke die Antwort liegt auf der Hand. Man muss aber hier vor allem differenzieren, wo man unterwegs ist, wie man sich fortbewegt, in welcher Frequenz Aktivitäten vor Ort ausgeübt werden und wie diszipliniert man selbst ist.

Hier sind, basierend auf meinen Erfahrungen, 7 Gründe, warum das Reisen fett macht:

1) Durch die fehlende Routine verliert man schnell den Überblick darüber, was man am ganzen Tag so gegessen hat. Und an jeder Ecke wird man durch einheimische Spezialitäten, ‘die man auf jeden Fall einmal probieren muss’, verlockt.

2) Man treibt so gut wie keinen Sport. Dass man vielleicht einmal in der Woche getrekkt ist, gesurft oder Rafting gemacht hat, entschuldigt leider nicht die vielen Stunden des am Strand Herumliegens, in der Hängematte Faulenzens und im Wasser Plantschens.

3) Gesundes Essen ist Luxus. Insbesondere in Australien und Neuseeland sind Lebensmittel wie Obst und Gemüse für deutsche Verhältnisse unglaublich teuer. Und so wird unter Backpackern Unmengen an weißem Toastbrot, Nutella und Erdnussbutter konsumiert. Viele Backpackerhostels bieten ihren Gästen 10$-Meals wie BBQ und Pasta an, die aufgrund des günstigen Angebots sehr beliebt unter Backpackern sind. Die Tatsache, dass diese Deals viele Kalorien enthalten, wird gerne zugunsten des zu stillenden Hungers vernachlässigt.

4) Alkohol!!! Sehr beliebt unter Backpackern in großem Maße (insbesondere unter Briten, Aussies und Kiwis). Doch auch ‘nur 1-2 Bierchen am Abend’ wirken sich negativ auf die vermeintliche Bikinifigur aus.

5) Wenn man reist, sitzt man viele Stunden im Bus oder im Flieger herum und hat es mit der Langeweile zu tun. Wie gut, dass man Snacks wie Chips, Schokolade und andere Leckereien eingepackt hat. Ist man dann am Zielort angekommen, fühlt man sich erst einmal sehr beschämt, dass man seine komplette “Notration” aufgefuttert hat.

6) Das “man ist ja auf Reisen” – Gefühl, auch bekannt unter dem “inneren Schweinehund” oder “Aufschieberitis”, ist die Stimme im Kopf, die einem sagt, dass man erst wieder anfängt auf seine Figur zu achten, wenn die Reise beendet ist. Ist die Reise dann beendet und fängt man wieder an Sport zu treiben, auf Süßigkeiten zu verzichten und sich weiteren Grausamkeiten zu unterwerfen, stellt man sich die Frage, wieso man es überhaupt hat so weit kommen lassen.

7) Wahre Freunde sagen einem, dass man fett geworden ist oder sich auf dem Weg dorthin befindet. Vielleicht in einem anderen Tonfall und durch die Blume gesagt, aber das erwarte ich zumindest von ihnen. Und zwar früh genug, um selbst intervenieren zu können. Als alleinreisender Backpacker lernt man zwar viele Leute kennen, aber keinen, der erstens weiß, dass du mal schlanker warst und zweitens es unangebracht wäre, jemanden darauf aufmerksam zu machen, wenn man ihn nur ein paar Wochen kennt. Und so lässt man sich immer mehr und mehr gehen.

Nachdem ich nun um wesentliche Erkenntnisse reicher geworden bin, weiß ich, was ich das nächste Mal besser machen werde. Denn nichts ist schlimmer als sich all die zusätzlichen Kilos wieder mühsam abtrainieren zu müssen.

Wie ergeht es euch so beim Reisen? Fallen euch weitere Punkte ein? Und wie geht ihr vor, um nicht in diese Fallen zu tappen?

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